Schulgeschichte

 Ich denke, wir können mit Vergangenheit und Gegenwart der Realschule zufrieden sein, ja, wir können stolz darauf sein. Was wir uns für die nächsten Jahre wünschen, ist eine gute, kontinuierliche Entwicklung. Mögen wir dem Ideal des eigentlichen Bildungszieles aller Schulen der Welt weiter nacheifern, das zum selbständigen Denken und verantwortlichen Handeln erziehen will, das große Hilfen gibt zur eigenen Persönlichkeitsentwicklung, zur öffentlichen Mitverantwortung, zur Achtung vor der Überzeugung des Mitmenschen, zur Liebe zu Volk und Heimat und Frieden  und zur Zusammenarbeit aller Völker.
Gerhard Schanz Grußwort zum 25-jährigen Schuljubiläum am 29.09.1995

Kleine Chronik der Schule
Am 20. Oktober 1967 erteilte das Kultusministerium die Planungszustimmung für eine  Realschule in Althengstett.
Nach zähem Ringen ist es dem damaligen Bürgermeister von Althengstett Gerhard Schanz  gelungen den Grundstein für die Schulgeschichte des Schulzentrums Althengstett zu legen.
  45 Realschüler wurden am 9. September 1970 von einem Lehrer, Friedrich Bausch im alten Zeyer-Werk in der Bahnhofstraße eingeschult. Er unterrichtete außer Sport und Handarbeit alle Fächer, war Rektor, Sekretär und Hausmeister in Personalunion.
Schon 1974 findet die erste Englandfahrt statt, der noch viele weitere folgen.
Hatten die Verantwortlichen zu Beginn noch Sorge, dass nicht genug Lernwillige die neue Schule in der Bahnhofsstraße besuchen werden, war diese „Anfangssorge" bald überwunden und machte einem ganz anderen Problem Platz. Das Schulgebäude wurde zu klein und auch die Nutzung von Ev. Gemeindehaus und ehemaliger IBM-Kantine reichte nicht aus. Gerhard Schanz behielt auch hier Weitblick und entschied sich mit dem entstandenen Nachbarschaftsschulverband zum Bau eines Schulzentrums.

1981 wurde mit einem großen gemeinsamen Fest von Haupt- und Realschule das Schulgebäude eingeweiht.
Es beginnt die Zeit des Schulalltages mit herausragenden Schülerleistungen, neuen Lehrplänen, kleinen und großen Ärgernissen.

Immer wieder stellten größere Festlichkeiten Höhepunkte im Schulleben dar. So feierte man 1990 das 20-jährige Bestehen mit einem Festakt, einer Ausstellung und einem großen Schulfest.

5 Jahre später, 1995,  öffneten sich die Türen der Schule wieder und wir feierten...

1997 war das Jahr des Abschieds. In einem großen Dorfumzug und anschließendem Fest im Schulzentrum verlor die Schule gleich drei wichtige Personen. Den langjährigen Hausmeister Herrn Straile, der seine Schule gut "geführt" hat, den Lehrer der ersten Stunde, Realschulrektor Friedrich Bausch und seinen Stellvertreter Günter Maya.

 Die gute Arbeit der Lehrer schlug sich in den Leistungen der Schüler nieder. Große Freude herrschte nicht nur bei der Schulleitung über das gute Abschneiden der Realschule Althengstett im Rahmen einer Pisa-Studie im Jahre 2003.
 
Jedes Haus braucht eine gute Seele - wir haben unsere verloren.
Im Februar 2006 stirbt die langjährige Schulsekretärin Ursula Rohde. Gerhard Schanz, ein treuer Förderer der Schule stirbt im gleichen Jahr. Am 13. und 14. Oktober 2006 sollte er den Festakt zu "25 Jahre Schulzentrum Althengstett " in einer Festrede mitgestalten. Die Gäste mussten auf den Menschen verzichten, der wie kein anderer die Entwicklung des Schulzentrums beeinflusst hat. Ein Teil des beim Fest erwirtschafteten Gewinns wird zur Finanzierung eines Kunstwerkes von Lars Zech (ehemaliger Realschüler) benutzt, welches 2008 vom Künstler selbst installiert und von Bürgermeister Dr. Götz enthüllt wird.

Nach 40 Jahren Schuldienst wird Realschullehrerin Elsemarie Mayer im Sommer 2010 in den verdienten Ruhestand verabschiedet und mit ihr, wird fast unbemerkt, die Realschule Althengstett 40 Jahre alt. Die Feierlichkeiten zum Jubiläum wurden dann am 15.April 2011 mit einem fast vierstündigen Programm würdig nachgeholt. Zum gelungenen Fest haben viele Redner beigetragen, Schüler und Ehemalige mit ihren Fähigkeiten bezaubert und die Präsentation eines Logos dafür gesorgt, dass die Realschule jetzt im Bilde ist.

Zum Jahresbeginn 2012 geht die Schule die erste Bildungspartnerschaft mit einem Betrieb ein. Mit Strähle + Hess haben die Schüler einen Partner bekommen, bei dem Schule und (Berufs-)Leben besonders gut vernetzt werden kann. Bild: Schwarzwälder Bote  21.01.12

Im Sommer 2012 wurden Heinrich Diem und Gerhard Straub verabscheidet, zusammen haben sie 62 Jahre an der Realschule unterrichtet. Da staunten die jungen Kollegen nicht schlecht, denn als die beiden ihren Dienst begonnen haben, waren sie teilweise noch nicht mal geboren.

 Bildungspolitische Leitgedanken wie individuelles, kooperatives und eigenverantwortliches Lernen oder Kompetenzraster führen dazu, dass es ab Schuljahr 2013/14 kein Klassenprojekt 5 mehr gibt. Dafür wird besonderes Augenmerk auf die Anleitung zum eigenverantwortlichen Lernen gelegt.

Das Jahr der Veränderungen: 2013
Im Herbst stirbt überraschend der langjährige Hausmeister Herr Weiß.
Zum 13.12.2013 wird Herr Realschulrektor Thomas Neuweiler nach
16 Jahren Schulleitung an der Realschule Althengstett an das
Schulamt Pforzheim abgeordnet.
 Im gleichen Jahr verliert die Realschule mit Herrn Straile den Hausmeister der ersten Stunde.

Die zweite Bildungspartnerschaft schließt die Realschule Ende 2013 mit dem beruflichen Gymnasium. Dieser Kooperationsvertrag besiegelt die bisherige gute Zusammenarbeit, legen doch ca 70% der Realschulabgänger an den beruflichen Gymnasien die Hochschulreife ab.
Bild: Schwarzwälder Bote 20.12.13

Schule ohne Lehrer - geht das?
Das Jugendbegleiterprogramm des Landes macht's möglich. Nochmal oder anders erklärt, das hilft den Schülern in den Fächern Deutsch, Mathematik und Französisch. Ein Förderangebot von externen Partner, ein Riesengewinn für die Schule. Mit dem PROJEKT CAR.aera machte Herr Rohloff ein Angebot im technischen Bereich. Er schreibt dazu:
"Generationenvertrag in der Schule - geht das?
Die Schulleitung der Realschule Althengstett traut sich - in Ruheständlern schlummernde Berufs- und Lebenserfahrungen zum Wohle der Schüler zu heben. Das hört sich recht einfach an, ist aber wegen des Korsetts, das der übertragene Bildungsauftrag vorgibt, nur mit Schwierigkeiten umzusetzen. Wie kann man das Expertenwissen und die Erfahrungen der Senioren in das ‚Tagesgeschäft' und die Vorgaben der Lehrpläne einbinden? Um diesen Knoten zu lösen, werden spezielle ‚Sonderangebote' als AGs unter der Leitung externer Experten angeboten. Die Teilnahme ist freiwillig, bietet aber für die Schüler die Möglichkeit unter der Leitung eines Experten ihre schulischen Lernfelder zu vertiefen und zu erweitern".
Die Schüler der Realschule Althengstett sind um diese Angebote "ohne Lehrer" zu beneiden.

Die Schulleitung der Realschule Althengstett ist wieder komplett

Am 11. Juli 2016 war es dann endlich so weit: Mit Konrektor Stefan Eiding hat die Realschule nun wieder eine vollständige Schulleitung. Er war bisher an der Christiane-Herzog-Realschule in Nagold tätig, kennt sich aber im Raum Althengstett gut aus, ist er doch in Calw zur Schule gegangen. Schüler, Eltern, Vertreter der Schulverwaltung und des Nachbarschaftsschulverbandes, Schulleitungen der umliegenden Schulen, Schulsozialarbeiter, Jugendbegleiter und das Kollegium der Realschule hatten nun allen Grund zu feiern. In einem stimmungsvollen Fest haben alle Redner dem gemischten Doppel ihre Unterstützung zugesagt, die es für diese Funktion braucht. Besonders beeindruckend war der Beitrag des Kollegiums, indem es sich ausdrücklich hinter Rektorin und Konrektor stellte. So hatte die Rektorin Christa Wurster-Zischler gut lachen auf der vom Kollegium geschenkten Bank, auf der sie tatsächlich „eingesetzt" wurde.
Mit so viel Unterstützung wird es den beiden leicht fallen, das Motto der Einladung umzusetzen:
Neue Ufer entdecken, neue Räume betreten, dem Leben auf der Spur bleiben"
- zum Wohle der Schüler und Schülerinnen der Realschule Althengstett.

Mit Elke Kolb, Hanni Geier, Alexander Geier, Mathilde Blazer, Gabrielle Kornher und Gerhard Kolb verlassen 209 Jahre Lehrerzeit am Schuljahresende 2016 die Schule. Sie haben die Realschule entwickelt, geprägt und viele Schülerinnen und Schülern bei deren Entwicklung begleitet. Besonders in Erinnerung bleiben die 12 Musicals, die unter der Leitung von Gerhard Kolb zur Aufführung kamen.

2017 besucht die Kultusministerin Susanne Eisenmann die Schule.
Im Rahmen des Projekts Klassentreffen kommt sie ins Gespräch mit Schülern, Lehrern und Eltern. Bild: Sebastian Gollnow (dpa)

Im Mai 2018 wird das neue Gerhard-Schanz-Sportzentrum mit einem großen Fest eingeweiht. In seiner Festrede umschreibt Bürgermeister Dr. Götz die Bedeutung des Sportzentrums:
"Dieses Sportzentrum, das mit seiner Bücherei auch ein Lesezentrum, mit der Mensa ein Ernährungszentrum, mit seinen Schulräumen ein Lehr- und Lernzentrum und mit dem größten Hallenbad des Kreises ein Badezentrum ist."

Wir lernen uns kennen: Franzosen, Spanier und Finnen sind unsere Partner im Schüleraustausch. Mit der Schule in Frankreich besteht seit 1999 ein jährlicher Austausch, mit der finnischen seit 2009 und mit der spanischen seit 2011. Das ermöglicht in jedem Jahr 75 Schülern der Realschule Althengstett an einem Schüleraustausch teilzunehmen. In diesem Rahmen wird im Jahr 2019 Erasmus + beantragt und bewilligt, ein Programm für Bildung, Jugend und Sport von der Europäischen Union. Gemeinsam mit der finnischen Partnerschule beschäftigen sich die Schüler mit dem Thema "that's typical".

Nach 18 Jahren Schulsozialarbeit geht Rüdiger Vollmer 2019 in den Ruhestand. Mittagsbetreuung, Bewegungsangebot in der Mittagspause, erlebnispädagogische Waldspaziergänge, Betreuung im Rahmen des offenen Ganztages und der Lernzeit 9, in diesen Bereichen hat er die Schulsozialarbeit im Schulzentrum mitentwickelt und das Schulleben bereichert.
Vier Jahre länger war Hartmut Weber Schulleiter an der heutigen Gemeinschaftsschule. In dieser Zeit hat er die kommunale Schullandschaft mit- und umgestaltet. Er wird mit Wehmut, aber auch großer Dankbarkeit verabschiedet.

Überlegungen zum Thema "Zeit" stehen an solchen Festen im MIttelpunkt.
Friedrich Bausch, Rektor der ersten Stunde findet, dass diese 50 Jahre Realschule schnell vergangen sind. Trotzdem ist viel passiert in dieser Zeit, das setzte Gerhard Kolb mit beeindruckenden Bildern in Szene. Eine Woche nach dem Festakt beginnt eine "neue" Zeitrechnung. Die Corona-Pandemie führt zur Schließung aller Schulen. Unterricht findet nun statt über Mail, Skype, youTube und in virtuellen Klassenzimmern. Das digitale (Schul-)Zeitalter beginnt schneller als erwartet, in manchen Bereichen unerwartet. Den wichtigsten Aspekt von Schule, die sozialen Beziehungen, vermissen alle Beteiligten: Schüler, Lehrer und Eltern. Zeitspannen werden nun erlebt als "erst eine Woche ist vorbei". Die Welt scheint sich langsamer zu drehen.

   RektorenInnen              
KonrektorenInnen               
Sekretärinnen              
Hausmeister       
Bausch  1972-1997 Hill 
Maya
1975-1983
1983-1997
Dongus
Buhlinger
1975-1987
1986-1990
Stahl 1977-1981

Neuweiler

1997-2013

Flik
Wurster-Zischler

1997-2004
2004-2013

Kober
Rohde
Eckert
Haist-Bauer
1989-1991
1990-2006
2006-2009
2006-2018

Straile
Weiß

1981-1997
1997-2013

Wurster-Zischler ab 2013 Eiding ab 2016 Pfenning-Flik
Kisling
ab 2009
ab 2018
Lacic  ab 2014
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